Jugend fragt - "young, dumb & curious"

In unserem Interviewformat "Jugend fragt - young, dumb & curious" interviewen wir verschiedene Kommunalpolitiker*innen aus Ansbach.

Folge 1: Hans-Jürgen Eff (Stadtratsmitglied/ Freie Wähler, Die Ansbacher) www.youtube.com/watch?v=KksebjsMPP4

Folge 2: Sabine Stein Hoberg (Stadtratsmitglied/ Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen) www.youtube.com/watch?v=GAOEGSoaIHk

Folge 3: Kathrin Pollack (Stadtratsmitglied/ Fraktion SPD) https://youtu.be/2HmCfVl2mOU

PRESSEMITTEILUNG - Pfandringe

Ansbach, den 29.10.2020

Testphase Pfandringe im Stadtgebiet

Am 20. Mai 2020 beantragte der Jugendrat Ansbach mit der Unterstützung des Seniorenbeirats die Anschaffung von Pfandringen für die Mülleimer an öffentlichen Plätzen.

Pfandringe sind ringförmige Zusätze, die zum Abstellen von Pfandflaschen an Mülleimern oder Pfosten angebracht werden. Sie sollen Menschen, die aufgrund von Altersarmut, Arbeitslosigkeit oder niedrigen Löhnen auf das Sammeln von Pfand angewiesen sind, dieses erleichtern. Die Pfandringe sollen diese Menschen vor der Entwürdigung durch das Herumsuchen in Mülleimern bewahren. Weiterhin wird durch Pfandringe das Verletzungsrisiko z.B. durch scharfe Gegenstände in den Mülleimern minimiert.

Der Antrag des Jugendrats wurde am 13. Juli 2020 in der Bauausschusssitzung besprochen. Es wurde eine Testphase mit dem Einsatz von vier Pfandringen an verschiedenen Orten im Stadtzentrum beschlossen.

Am 26. Oktober 2020 wurden je ein Pfandring an Mülleimern am Bahnhof, Martin-Luther-Platz, Schlossplatz und beim Brücken-Center angebracht.

Nach einem Jahr Testphase soll über die Anschaffung weiterer Pfandringe beraten werden. In dieser Phase wird die Nutzung der Ringe von den Mitgliedern des Jugendrats beobachtet und protokolliert.

Wir bedanken uns hiermit herzlich bei der Firma WECUBEX Rohrtechnik, welche die Pfandringe hergestellt und vollständig gesponsert hat.

Besonders würdigen wollen wir aber auch das großzügige Engagement der Stadträte Claus Kotzurek, Dr. Paul Kupser und Bernd Ziegler, welche sich im Vorfeld dazu bereiterklärt hatten, einen Teil der Kosten zu übernehmen.

 

i.A. des Jugendrats

Anna Mannke

PRESSEMITTEILUNG - Menschlichkeitskrise

Ansbach, den 12.10.2020

Wir haben keine Flüchtlingskrise, wir haben eine Menschlichkeitskrise

In der Stadtratssitzung am 29. September wurde der Antrag „sicherer Hafen und Leitbild Integration“ des Jugendrats mehrheitlich abgelehnt. Während die OLA und die Grünen geschlossen dafür stimmten, wurde von Teilen der SPD, Teilen der BAP, Teilen der ÖDP, der CSU, den Freien Wählern und der AfD dagegen gestimmt, dass Ansbach ein „sicherer Hafen“ für Geflüchtete wird und ein Leitbild für kommunale Integrationsarbeit erstellt wird.

Wir, die Mitglieder des Ansbacher Jugendrats, akzeptieren das Ergebnis der Abstimmung, bedauern jedoch, wie in der Sitzung mit unserem Antrag, unserer Vorbereitung und unserer Anwesenheit umgegangen wurde. Der Jugendrat hat sehr viel Zeit und Arbeit in den Antrag „Sicherer Hafen und Leitbild Integration“ und zuvor auch in die Unterstützung der Kampagne „#leavenoonebehind“ gesteckt. Daher fanden wir es enttäuschend, dass unser Antrag nach langer Wartezeit auf TOP 6 erst gar nicht besprochen werden sollte und dass dann von zwei Stadtratsmitgliedern mehrfach auf unser Rederecht verwiesen werden musste, bevor unser Jugendratsmitglied Oskar Pöpel den Antrag vorstellen durfte.

Für die Zukunft wünschen wir uns einen fairen und respektvollen Umgang mit dem Jugendrat und eine bessere Kommunikation bezüglich der Anträge.

Vergessen möchten wir dennoch nicht die Unterstützung und das Engagement verschiedener Stadtratsmitglieder, ohne die wir womöglich gar nicht zu Wort gekommen wären.

Doch viel wichtiger als der Umgang mit uns und unsere Befindlichkeiten diesbezüglich ist doch das Thema „Flucht“, um welches es eigentlich gehen sollte. Teilweise wirkte es so, als spräche man gerade nicht über notleidende Menschen, sondern über Kosten, Verwaltungsaufwand oder weitere Versachlichungen, die wir hier nicht wiederholen möchten. Wir als Jugendrat begrüßen zwar den Beschluss des Stadtrats, Geflüchtete aus Moria in Ansbach aufzunehmen, erachten dies aber als nicht genug.

Dieser Zustand machte uns deutlich:

Wir haben keine Flüchtlingskrise – Wir haben eine Menschlichkeitskrise.

 

i.A.d. Jugendrats

Assia Rizk & Anna Mannke

Gabenzaun Sonnenzeit Ansbach

Niemand sollte hungern

Der sogenannte „Gabenzaun“ befindet sich in der Roßenbadstraße in Ansbach, neben der Synagoge. Hier hängen auf einem Zaun verschiedene Tüten und Einkaufsbeutel, gefüllt mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln. „Der Gabenzaun ist für alle gedacht, die sich jetzt in einer wirtschaftlichen Notlage befinden, egal warum und weshalb. In einem Land wie Deutschland sollte niemand hungern! Da aktuell alle überlastet sind, auch die Lebensmittelausgabeprojekte für Bedürftige, organisieren wir diese niederschwellige Art der Hilfe“, erklärt Geschäftsführerin der Agentur SonnenZeit, Sylvia Bogenreuther.

Jeder der helfen möchte, darf einen Beutel an den Gabenzaun hängen. Am besten beschriftet man die Tasche nach Inhalt und verpackt Lebensmittel, Hygieneartikel und Tierfutter getrennt. Ehrenamtliche Helfer und Nachbarn behalten den Zaun im Blick und räumen bei Bedarf auf. „Wir bekommen so viel positives Feedback, dass wir tatsächlich im Gespräch sind, einen weiteren Zaun zu realisieren“, berichtet Sylvie Bogenreuther.
 

Text-Quelle:https://www.ansbachplus.de/2020/04/06/gabenzaun-rettung-fuer-hilfsbeduerftige

 

Generationenübergreifende Hilfe!

Liebe Ansbacherinnen und Ansbacher,
Mein Name ist Milan Schildbach, ich bin Mitglied im Ansbacher Jugendrat und künftig Stadtrat in Ansbach. Ich habe ein wichtiges Anliegen.
Aktuell erleben wir eine Pandemie. Das Corona Virus ist allgegenwärtig und gerade in dieser Zeit ist Solidarität das höchste Gebot.
Das Virus ist gerade für Senioren und Menschen mit einer Immunschwäche eine große Gefahr. Das Corona Virus forderte schon viele Kranke und Tote.
Jetzt sind wir als Jugend gefragt. Wir die junge Generation muss und soll helfen. Zeigen wir in Ansbach und der Welt, dass wir Generationen übergreifend zusammenhalten. Lasst die Menschen in eurer Nachbarschaft wissen, dass ihr Hilfe anbietet z.b. beim Einkauf von Lebensmitteln. In Ansbach könnt ihr euch zum Beispiel an die Sonnenzeit wenden. Die Sonnenzeit ist eine Freiwilligen Agentur, die Nachbarschaftshilfe anbietet. Im Internet gibt es auch Zettel welche ausgedruckt werden können. Auf diesen Zetteln könnt ihr ausfüllen, inwiefern ihr helfen könnt und diese dann in eurer Nachbarschaft verteilen.
Die Menschen die auf Hilfe angewiesen sind können sich dann bei euch melden.

Es gibt viele Wege um zu helfen. Um diese Pandemie einzudämmen müssen wir Solidarität zeigen. Unseren Alltag müssen wir einschränken um bald wieder normal zu leben. Bleibt Zuhause, meidet Menschenansammlungen und beachtet die Hygienerichtlinien. Seid solidarisch miteinander.

Solidarische Grüße
Milan Schildbach

Kontakt:

Sonnenzeit Freiwilligenagentur
Tel. : 0981 - 95 38 77 8
info@sonnenzeit-ansbach.de

- Kirchen haben auch Hilfsangebote:
z.B. Heiligkreuz Pfarramt
Tel. : 0981 96292